4. Februar 2009

Ein paar interessante Radsportthemen

Eingetragen unter „Radsportbücher, Seegerse und Kalinen“ von Robert Landa

Im Challenge-Magazin steht ein sehr lesenswerter Artikel über den Hobbyradsportler Klaus Bottelier,
der schwer an einer Depression erkrankt ist. Er hat eine Stiftung gegründet, die “Foundation DOWN AND UP”. Mit Hilfe des Radsports will er Wege aufzeigen, wie man die Krankheit im Zaum hält und sich neue Ziele setzt.
In 2009 hat er sich vorgenommen 100 Gipfel zu bezwingen – doch lest selbst *click*.

Aktuell lese ich als Bettlektüre ein empfehlenswertes Buch aus dem ausgezeichneten Covadonga-Verlag: “Der vergessene Weltmeister”. Es vollzieht das kurze Leben des Deutschen Albert Richter (1912 – 1940) nach, der im Jahr 1932 Amateurweltmeister der “Flieger”, einer Variante des Bahnradsports wurde. Aus einfachen Verhältnissen kommend, legte der Kölsche Jong eine Karriere auf die Piste, die ihn nach Paris führte, und ihn bald zu einem wichtigen Athleten des Sechstage-Jetsets machte. Seine die Nähe zu den Nationalsozialisten vermeidende Haltung bei öffentlichen Auftritten zog bald die Kritik der gleichgeschalteten Radsportfunktionäre auf sich. Als er sich schließlich 1939 zur Flucht in die Schweiz entschloss, wurde er von Unbekannten verraten, Anfang Januar 1940 an der Grenze in Lörrach von der Gestapo festgesetzt und wohl nach nächtlicher Folter ermordet.
Erst Ende der 80er Jahre besannen sich zwei Kölner Filmemacher des “vergessenen Weltmeister” und begaben sich in einer Dokumentation auf seine Spuren. Heute trägt das Kölner Radstadion seinen Namen und jüngst wurde an Richters Geburtshaus ein “Stolperstein” gesetzt. Das Ganze ist fesselnd geschrieben und wirft einen hochinteressanten Blick hinter die Kulissen des Radsportzirkus’ der 30er und 40er Jahre.


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Kommentare

Roland schrieb am 4. Februar 2009 um 10:40 Uhr

lesenswerter Artikel…vielen Dank
hatte selbst mit Depressionen zu kämpfen aber nicht in solch starter Ausprägung. Durch den Radsport ( Hobbyfahrer ) habe ich ein Weg gefunden mich besser zu fühlen.
Freue mich sehr auf das Frühjahr.

Gruss von ein begeisterten Hobby Radsportler

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